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1

08.08.2016, 13:36

Je schneller verloren, desto schlechter die Chancen?

Hi zusammen, im Rahmen meiner MPU-Vorbereitung studiere und durchforste ich mehrere Bücher zum Thema. Ich finde Literatur mitunter einen guten Vorbereitungsweg.
MPU steht bei mir nächste Woche Dienstag 16.08 erstmalig an.


Dabei habe ich natürlich auch den bekannten "Der Testknacker bei Führerscheinverlust" von Thomas Wagenpfeil gelesen.

Eine schockierende Feststellung habe ich auf Seite 148 gelesen... zwar geht der Autor nur kurz auf das Thema ein aber bitte ,Zitat:"
__________________________________________________
Das Alter des Klienten


Sie sind noch sehr jung (etwa unter 25) und haben den Führerschein vielleicht erst kurze Zeit vor der Trunkenheitsfahrt gemacht, so wird auch dies zu einem Argument gegen Sie.
Wer schon früh mit dem Alkoholmissbrauch beginnt und sich auch schon früh das alkoholisierte Fahren "angewöhnt" ,
der ist nach der statistischen Erwartung einer extrem rückfall-gefährdeten Gruppe zuzurechnen.
___________________________________________________


Nach diesen zwei Sätzen hatte ich erstmal Herzklopfen und in eine düstere Zukunft geschaut...

Ich habe meine FS mitte September 2015 bekommen (davor 1 Jahr Begleitetes fahren) , und einen Monat (1) bzw. 1Jahr und 1 Monat im Oktober verloren. Mit 18 Jahren.
Das ist ja der Extremfall laut dieser obigen Aussage.

Wie steht ihr dazu ? Ich meine damals: Nicht an Folgen gedacht, geistig nicht Erwachsen, Jungendlicher Leichtsinn&Überheblichkeit. Eben noch nicht Verantwortungsbewusst genug.

LG Eye

Psycho

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Über mich: Ich arbeite seit knapp 20 Jahren auf dem Gebiet der professionelle MPU-Beratung. Falls jemand sich nicht mit dem "Zweitbesten" zufrieden geben will, sollte er mich kontaktieren.

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2

08.08.2016, 15:53

Hi Eyephone!
Wie steht ihr dazu ? Ich meine damals: Nicht an Folgen gedacht, geistig nicht Erwachsen, Jungendlicher Leichtsinn&Überheblichkeit. Eben noch nicht Verantwortungsbewusst genug.
Alles keine Argumente.

Wie willst Du denn beweisen, dass Du jetzt an die Folgen denkst, erwachsen bist, jugendlichen Leichtsinn & Überheblichkeit nicht mehr machen wirst (und ist ein 60-jähriger Auffälliger auch noch nicht erwachsen udn reif?) und wo kommt denn jetzt die Verantwortung her?

Der Wagenpfeil hat schon recht: Diese Gruppe ist besonders gefährdet, weil die Motiverklärung und die Prävention jeweils meist suboptimal sind.

Wie wäre es mit folgenden (genauso nichtssagenden Scheinargumenten):

- Im Theorieunterricht statt zuzuhören wohl zu viel gewhattsappt

- Bei den Erklärungen des Fahrlehrers ("wenn ich trinke, fahre ich nicht und wenn ich fahre, trinke ich nicht") einen Hörsturz gehabt

- Solange eine Bezugsperson anwesend war, ging es einigermaßen (Begleitetes Fahren)

- Allein gelassen machst du, was du willst. Ohne Rücksicht auf andere.

Versteht Du, warum der Wagenpfeil das schreibt?

Es ist wie bei einem Ehestreit: 1 Streit, 2 gegensätzliche Erklärungen des Warum. Wer hat recht?
In diesem Sinne

Dipl.-Psych. Thomas Rock
Fachpsychologe für Verkehrspsychologie
Amtlich anerkannter verkehrspsychologischer Berater
02323 / 91 51 70 - 0
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psycho@mpuforum.de
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Der Mensch nimmt erst dann dir richtige Lösung,
wenn er vorher alle anderen ausprobiert hat.

3

08.08.2016, 18:44

Das sollte keine Argumentation werden ...

... dass ich jene aufgezählten obigen Eigenschaften abgelegt hätte. Sicher werde ich das so gut es geht argumentieren und untermauern.

Hinter jeder Trunkenheitsfahrt, welche den Gipfel eines Eisbergs darstellt steckt eine verursachende Geschichte und Situation (unter Wasser) - und der Teil unter Wasser muss sich geändert haben.

Ein 60 Jähriger ist erwachsen&reif, sofern keine psychischen Erkrankungen vorliegen. Daher hat er seine Gründe woanders zu suchen, nicht bei jenen ,die mitunter meine individuelle Straftat verursachten.


Jeder Fall ist individuell, daher wird die Ursache bei einem 60-jährigen auffälligen auch anders aussehen, als meine.

Meine wiederhergestellte Fahreignung baut natürlich nicht auf den 5 Wörtern auf,zudem noch ohne Erklärung jener Verhaltensweisen und dass sie heute nachweislich gefestigt sind weg sind u. nicht mehr bestehen werden.
________________________________
Prävention gabs bei meinem Fall in der Tat keine.. klar wusste man, dass man nicht betrunken fährt. Aber das wars auch schon.
Aber darauf stütze ich mich nicht. Man sollte sich ja vor Schuldzuweisungen hüten. Es war 100% Eigenschuld.

Dass die Motiverklärung suboptimal ist kann ich mir schon vorstellen, - Ich bin mal so frech und sage ein 45 Jähriger Alkoholiker, der nach Tat seinen "Säufer Kumpelkreis" verbannt hat etc. und bei dem zig typische postive radikale Änderungen stattgefunden haben, hat es, nachdem er 1 Jahr Abstinenz belegt hat, einfacher vor dem Gutachter als ein 18-20 Jähriger, welcher hoffentlich immerhin erkannt haben wird, dass er auch ein Alkoholproblem hat idr. Alkoholmissbrauch am WE. Der aber Abstinenz für nicht sinnvoll hält, da er keinen Zweck darin sieht es ein Leben lang zu vollziehen.

Was ich damit sagen wollte, beim einen ist der Fall klar "Paradebeispiel" bei den jüngeren ist es kompliziert. Genau diese Kompliziertheit ist ausschlaggebend für einen sehr wahrscheinlichen Rückfall?

"- Allein gelassen machst du, was du willst. Ohne Rücksicht auf andere."

Das war in der Tat so, hat sich aber geändert- Begründung : (ist lange[...] )

Ich zum Beispiel lebe seit 8 Monaten mit meinen eigenen Vorgaben zum Kontrollierten Trinken, kann der Gutachter, wenn er will, ja durch eine Haarprobe untermauert haben.
Dabei ist nichts gelogen sondern alles Realität, das sollte der Gutachter schon erkennen.

Hier noch ein link zum (biologischen) jugendlichen Leichtsinn :
http://www.drugcom.de/topthema/warum-jug…gehemmt-saufen/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eyephone18« (08.08.2016, 19:33)


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4

09.08.2016, 07:52

Hi!
, - Ich bin mal so frech und sage ein 45 Jähriger Alkoholiker, der nach Tat seinen "Säufer Kumpelkreis" verbannt hat etc. und bei dem zig typische postive radikale Änderungen stattgefunden haben, hat es, nachdem er 1 Jahr Abstinenz belegt hat, einfacher vor dem Gutachter als ein 18-20 Jähriger, welcher hoffentlich immerhin erkannt haben wird, dass er auch ein Alkoholproblem hat idr. Alkoholmissbrauch am WE. Der aber Abstinenz für nicht sinnvoll hält, da er keinen Zweck darin sieht es ein Leben lang zu vollziehen.
Das mag vielleicht frech sein. Falsch ist es auf jeden Fall!
Ich zum Beispiel lebe seit 8 Monaten mit meinen eigenen Vorgaben zum Kontrollierten Trinken, kann der Gutachter, wenn er will, ja durch eine Haarprobe untermauert haben.
Dabei ist nichts gelogen sondern alles Realität, das sollte der Gutachter schon erkennen.
Wenn Dir das wichtig ist, bring die Haarprobe doch freiwillig mit.

DU hast den Gutachter beauftragt, eine Frage bei Dir zu beantworten, die das Straßenverkehrsamt beantwortet haben will. Das bedeutet: Du willst was vom Gutachter und nicht der von Dir!!!!!

Der Gutachter interpretiert lediglich Deine Aussagen. Das bedeutet, dass du das Gutachten ganz alleine machst. Positiv oder Negativ.
In diesem Sinne

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wenn er vorher alle anderen ausprobiert hat.

5

09.08.2016, 09:22

So ist es... Der Gutachter bzw. die MPU ist meine in anspruch genommene Hilfe, um meine Eignungszweifel auszuräumen.

Ich werde euch heute in einer Woche berichten wie es war, wenn ich Abends wieder Zuhause bin. Ich wäre auch schon mit einem §70 Seminar überglücklich... da ich eh bis 17. Oktober eh noch Sperrfrist habe und ich die 300€ gerne noch zahle, wenn ich danach den FS wieder hätte... Positiv oder Kursempfehlung zusammen erreichen immerhin 65% aller Alk-Klienten.

Vom Bauchgefühl her würde ich sagen, dass solche Fahreignungsseminare bei sehr jungen Klienten doch viel Sinn ergeben würden, da sie statistisch nachweislich die Rückfallquote erheblich reduziert und gleichzeitig die vor der TF mangelnde Prävention etc. übernimmt...?

LG

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