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22.05.2016, 19:37

Trunkenheits Fahrradfahrt ohne Unfall 1,8 Promille

Hallo zusammen und erst einmal toll, dass es sowas wie euch hier gibt!
Ich habe im Laufe des heutigen Tages schon Vieles gelesen und somit die ersten Fragen, die unter den Nägel brannten, direkt beantwortet bekommen.
Ein paar Dinge jedoch sind mir in meinem persönlichen Falle unklar. Meine Fahrradfahrt ereignete sich heute in der Nacht, weswegen ich bisher auch noch kein Schreiben habe. Da mir die Sache aber einfach nicht aus dem Kopf geht, möchte ich mich vorab informieren was auf mich zukommt und mit was ich zu rechnen habe-
ich hoffe, ihr könnt mir hier weiterhelfen.

Ich wurde heute Nacht gegen 2 Uhr auf dem Fahrrad aufgegriffen, im Rahmen einer "Routinekontrolle" auf einem Feldweg. Ich war auf dem Nachhauseweg einer Feier, zu der die Polizei eigentlich wegen einer Lärmbelästigung fahren wollte.
Bei der folgenden Puste-Kontrolle kam ich auf 1,6 Promille, da das Ergebnis der später folgenden Blutentnahme noch folgt, habe ich den Wert aufgerundet.


Für meine bevorstehende MPU stellen sich mir nun folgende Fragen:
- besteht als "Ersttäter" überhaupt eine Chance darauf, diese in der 3 Monatsfrist zu bestehen? Ich bin Diabetiker und muss mich alle drei Monate einem Bluttest bei meinem Hausarzt unterziehen, aus denen klar ersichtlich ist, dass so ein Trinkverhalten wie gestern bei mir nicht die Norm ist. Ich habe ausgezeichnete Leberwerte für mein Alter (59) und trinke in solchen Ausmaßen normalerweise überhaupt nicht. Wären diese Werte bei einer MPU denn überhaupt verwertbar?
- ich hatte im Alter von 22 Jahren bereits einen Unfall mit dem Fahrrad, bei dem ich alkoholisiert war. Kann man bei mir nun überhaupt von einem Ersttäter sprechen, oder hat die MPU Stelle Einsicht in die kompletten Daten? Einsicht in meine Akte bei der Führerscheinstelle werde ich morgen umgehend beantragen.
- wird in meinem Fall bei einer MPU ein Nachweis über AT oder KT gefordert, so dass es überhaupt nicht ratsam wäre sich überhaupt erst der Untersuchung zu stellen?
Es ist schwer zu differenzieren, in welchem Fall welcher Nachweis gebracht werden muss.

Achso - ich bin in Baden Württemberg wohnhaft und besitze meinen Führerschein seit 1975, Punkte in Flensburg habe ich keine.

Ich danke euch im Voraus für eure Antworten und natürlich bereit, alle Fragen zu beantworten, die möglicherweise noch offen sind ^^

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »meddey57« (22.05.2016, 19:59)


mark8568

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2

22.05.2016, 20:07

Hallo meddey57 :will

- ich hatte im Alter von 22 Jahren bereits einen Unfall mit dem Fahrrad, bei dem ich alkoholisiert war. Kann man bei mir nun überhaupt von einem Ersttäter sprechen, oder hat die MPU Stelle Einsicht in die kompletten Daten?
Das ist 37 Jahre her und verjährt. Damals gabs merines Wissens auch noch keine MPU
Einsicht in meine Akte bei der Führerscheinstelle werde ich morgen umgehend beantragen.
Jo, schau mal nach und wenn was drinnensteht, alles aufschreiben. Kopien aus der Akte macht das Amt nicht
Bei der folgenden Puste-Kontrolle kam ich auf 1,6 Promille, da das Ergebnis der später folgenden Blutentnahme noch folgt, habe ich den Wert aufgerundet.
Erstmal den endgültigen Blutwert abwarten, vorher möchte ich bei so einem Grenzfall keine Aussage machen
Gruß aus Nürnberg
mark8568 :wave:

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Evtl. rechtiche Hinweise stellen keine Rechtsberatung dar
"Nüchtern wäre ich doch nie besoffen Auto gefahren"
Mein Geschwafel ist lediglich eine Mischung aus Lebenserfahrung und Profilierungssucht!
Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. Steine....Steine sind ok :thumbup:

3

22.05.2016, 20:20

Hallo meddey57 :will

- ich hatte im Alter von 22 Jahren bereits einen Unfall mit dem Fahrrad, bei dem ich alkoholisiert war. Kann man bei mir nun überhaupt von einem Ersttäter sprechen, oder hat die MPU Stelle Einsicht in die kompletten Daten?
Das ist 37 Jahre her und verjährt. Damals gabs merines Wissens auch noch keine MPU
Einsicht in meine Akte bei der Führerscheinstelle werde ich morgen umgehend beantragen.
Jo, schau mal nach und wenn was drinnensteht, alles aufschreiben. Kopien aus der Akte macht das Amt nicht
Bei der folgenden Puste-Kontrolle kam ich auf 1,6 Promille, da das Ergebnis der später folgenden Blutentnahme noch folgt, habe ich den Wert aufgerundet.
Erstmal den endgültigen Blutwert abwarten, vorher möchte ich bei so einem Grenzfall keine Aussage machen

Vielen Dank schonmal für deine schnelle Antwort :thumbup:
Verstehe ich richtig, dass die MPU Stelle sieht, was in meiner Akte steht, es mir somit aber nicht negativ auslegen darf?
Das ist mir nämlich nicht ganz klar. Oder sehen die dort nur vorherige MPU Tests?

mark8568

"Dampfplauderer"

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4

22.05.2016, 20:29

Verstehe ich richtig, dass die MPU Stelle sieht, was in meiner Akte steht, es mir somit aber nicht negativ auslegen darf?

genau so. Das Beste ist halt gleich bei der Akteneinsicht alles verjährte rausnehmen lassen, falls überhaupt noch was drin steht. Mach das aber alles erst dann, wenn Du das Blutergebnis weisst. Am Ende bist Du unter 1,6 ‰ und es kommt gar nichts
Gruß aus Nürnberg
mark8568 :wave:

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Psycho

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Über mich: Ich arbeite seit knapp 20 Jahren auf dem Gebiet der professionelle MPU-Beratung. Falls jemand sich nicht mit dem "Zweitbesten" zufrieden geben will, sollte er mich kontaktieren.

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5

23.05.2016, 06:56

Hi mark!
Das ist 37 Jahre her und verjährt. Damals gabs merines Wissens auch noch keine MPU
Doch. Gab es. Seit 1951. Richtig ist, dass es seitdem immer enger wird.

Jo, schau mal nach und wenn was drinnensteht, alles aufschreiben. Kopien aus der Akte macht das Amt nicht
Das liegt an der Behörde. Die eine lässt Kopien zu. Die andere nicht. Fragen!



Hi meddey!
- besteht als "Ersttäter" überhaupt eine Chance darauf, diese in der 3 Monatsfrist zu bestehen?
Nein!
Ich bin Diabetiker und muss mich alle drei Monate einem Bluttest bei meinem Hausarzt unterziehen, aus denen klar ersichtlich ist, dass so ein Trinkverhalten wie gestern bei mir nicht die Norm ist. Ich habe ausgezeichnete Leberwerte für mein Alter (59) und trinke in solchen Ausmaßen normalerweise überhaupt nicht. Wären diese Werte bei einer MPU denn überhaupt verwertbar?
Nein (oder nur unter ganz bestimmten Bedingungen).

- wird in meinem Fall bei einer MPU ein Nachweis über AT oder KT gefordert, so dass es überhaupt nicht ratsam wäre sich überhaupt erst der Untersuchung zu stellen?
Ja und Nein. Es geht aber nicht nur um Werte, sondern um Einstellungen. Und die zu entwickeln, dauert halt Zeit.

Verstehe ich richtig, dass die MPU Stelle sieht, was in meiner Akte steht, es mir somit aber nicht negativ auslegen darf?
Wie sollte ich das als Gutachter tun? Wie kann ich etwas vergessen, wenn es zum Thema gehört. Ist ein unlösbares Dilemma. Da komme ich nur raus, wenn nur das in der Akte steht, was ich auch lesen und verwerten darf.
In diesem Sinne

Dipl.-Psych. Thomas Rock
Fachpsychologe für Verkehrspsychologie
Amtlich anerkannter verkehrspsychologischer Berater
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Der Mensch nimmt erst dann dir richtige Lösung,
wenn er vorher alle anderen ausprobiert hat.

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